Bildung

Kindergarten

Kinder, die bis zum 31. Juli ihr 4. Altersjahr beendet haben (4. Geburtstag gefeiert), treten in den obligatorischen zweijährigen Kindergarten ein. Im Kindergarten wird das Kind auf spielerische Art gefördert, so dass es schulreif wird. Das Kind tritt normalerweise in den seinem Wohnort am nächsten gelegenen Kindergarten ein. Die Einteilung erfolgt durch die Schulleitung. Sie berücksichtigt bei der Einteilung nach Möglichkeit die Anzahl Kinder pro Abteilung, die Altersdurchmischung sowie den Schulweg.

Für einen guten Start in den Kindergarten sollte Ihr Kind

  • über motorische Grundfertigkeiten verfügen: Grobmotorik (rennen, klettern, Treppen steigen) und Feinmotorik (malen, kleben, schneiden),
  • einen sorgfältigen Umgang mit Spielsachen haben und wissen, dass zum Spielen auch das Aufräumen dazugehört,
  • sozialen Umgang mit anderen Kindern gehabt haben,
  • sich die Hände selber waschen und die Nase putzen können,
  • sich weitgehend alleine an- und ausziehen können,
  • das Setzen von Grenzen verstehen (Ja und Nein),
  • 10 Minuten still sitzen können,
  • den Weg von zuhause in den Kindergarten zu Fuss bewältigen können.

Helfen Sie Ihrem Kind bei diesen Lernschritten und erleichtern Sie ihm damit den Eintritt in den Kindergarten!

Sollte Ihr Kind nicht selbständig auf die Toilette gehen können oder tagsüber noch Windeln tragen, und sollte es sich nicht für vier Stunden von den Eltern trennen können, bitten wir Sie, sich vorgängig des Eintritts in den Kindergarten an die Schulleitung zu wenden, damit die Situation besprochen werden kann.

Bei Unsicherheiten und Fragen wenden Sie sich bitte ebenfalls an die Schulleitung. 

Baden ist eine integrative Schule und führt keine Einschulungsklasse. Grundsätzlich tritt jedes Kind nach dem Besuch des Kindergartens in die 1. Klasse ein. Stellt sich im Verlauf des Kindergartens heraus, dass eine integrative Schulung nicht möglich ist, klärt die Schule gemeinsam mit den Eltern und dem Schulpsychologischen Dienst den Besuch einer Sonderschule ab.

Die verantwortliche Kindergartenlehrperson gibt im 2. Halbjahr des 2. Kindergartenjahrs aufgrund des Beurteilungsdossiers und je nach Entwicklungsstand des Kinds eine Empfehlung für den Übertritt in die 1. Klasse der Primarschule ab.

Bedarf das Kind im 2. Schulhalbjahr des 2. Kindergartenjahrs einer besonderen schulischen Förderung, empfiehlt es die verantwortliche Kindergartenlehrperson für eine heilpädagogische Förderung im Rahmen der integrativen Schulung.

Einschätzungsbogen

Die verantwortliche Lehrperson stellt jeder Schülerin und jedem Schüler im Kindergarten einmal im Jahr einen Einschätzungsbogen aus.

Der Einschätzungsbogen enthält die Beobachtungsergebnisse in Bezug auf den Entwicklungsstand der Schülerin beziehungsweise des Schülers in der Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz. 

Repetition und Überspringen

Die freiwillige Repetition eines Kindergartenjahrs ist auf begründetes Gesuch hin ausnahmsweise zulässig bei 

  • unregelmässigem Bildungsgang,
  • längerer Krankheit während der Beurteilungsperiode,
  • Vorliegen weiterer wichtiger Gründe, die während der Beurteilungsperiode wegen einschneidender persönlicher Umstände beim betroffenen Kind die Entwicklung beeinträchtigt und zu einem Leistungseinbruch geführt haben.

Die Schulpflege kann sehr leistungsfähigen Kindern auf Gesuch der Eltern das Überspringen eines Kindergartenjahrs gestatten.

Primarschule

1. Klasse

Erstes Semester (Zwischenbericht)

Nach dem ersten Schulhalbjahr erhalten die Schülerinnen und Schüler einen förderorientierten Zwischenbericht. Die Leistungsbeurteilung erfolgt ausschliesslich in Worten. Der Zwischenbericht entscheidet nicht über den Wechsel in die nächsthöhere Klasse, sondern zeigt den Schülerinnen und Schülern auf, wo noch Möglichkeiten zur Entwicklung bestehen oder wo zusätzliche Förderung nötig ist, um die Lernziele am Ende des Schuljahres zu erreichen.

Zweites Semester (Lernbericht)

Über den Wechsel von der 1. in die 2. Klasse entscheidet der Lernbericht am Ende der 1. Klasse. Wer im Lernbericht die Lernziele der Kern- und Erweiterungsfächer überwiegend erreicht hat, wird in die nächsthöhere Klasse befördert. Kernfächer sind Deutsch, Mathematik und Realien, Erweiterungsfächer sind Werken, Musik, Bewegung und Sport. Einzelne Aspekte oder ganze Bereiche der Selbst-, Sozial- oder Sachkompetenz werden in Worten mit einer separaten Beilage beurteilt, wenn dies ausdrücklich gewünscht wird oder die Lehrperson im zweiten Semester bedeutende Veränderungen festgestellt hat.

Beurteilung und Promotion bei individuellen Lernzielen

Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen schulischen Bedürnissen können individuelle Lernziele gesetzt oder beantragt werden. Der Weg geht in jedem Fall über die Schulleitung. Die Lernfortschritte in den entsprechenden Fächern werden im "Bericht individuelle Lernziele" zusammengefasst. Schülerinnen und Schüler, bei denen in mindestens einem Fach mit individuellen Lernzielen gearbeitet und somit keine Note gesetzt wird, werden aufgrund einer Gesamtbeurteilung und mit Blick auf das Erreichen der individuellen Lernziele befördert. In der Regel wird auf jeden Zeugnistermin hin überprüft, ob die Klassenlernziele wieder erreicht und die individuellen Lernziele aufgehoben werden können. 

Beurteilungsdossier

Die Lehrperson legt pro Schulhalbjahr mindestens so viele Belege im Beurteilungsdossier ab, wie im Lehrplan für das zu beurteilende Fach Wochenstunden festgelegt sind. Sind zum Beispiel 4 Wochenlektionen vorgegeben, müssen pro Schulhalbjahr mindestens 4 und am Ende des Schuljahres mindestens 8 Belege vorhanden sein. Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern haben das Recht, dass Beurteilungsdossier auf Anfrage einzusehen.

Repetition

Für Kinder, die nicht in die 2. Klasse befördert werden können, kann eine Repetition in Betracht gezogen werden, sofern andere Massnahmen als nicht sinnvoll erachtet werden.

Die freiwillige Repetition der 1. Klasse ist auf begründetes Gesuch hin ausnahmsweise zulässig bei 

  • unregelmässigem Bildungsgang,
  • längerer Krankheit während der Beurteilungsperiode,
  • Vorliegen weiterer wichtiger Gründe, die während der Beurteilungsperiode wegen einschneidender persönlicher Umstände beim betroffenen Kind die Entwicklung beeinträchtigt und zu einem Leistungseinbruch geführt haben.

Wer nach erfolgter Repetition die Promotionsvoraussetzungen erneut nicht erfüllt, wird einem schulischen Angebot für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen zugewiesen. Rückversetzungen aus der 1. Klasse in den Kindergarten sind nicht zulässig.

Überspringen

Die Schulpflege kann sehr leistungsfähigen Kindern auf Gesuch der Eltern das Überspringen der 1. Klasse gestatten.

Laufbahnentscheid

Laufbahnentscheide sind Entscheide, die sich auf die schulische Laufbahn der Schülerinnen und Schüler auswirken (Promotions-, Übertrittsentscheide, besondere Massnahmen, Zuweisung in Sonderschule). Wenn bei Laufbahnentscheiden keine Einigung zwischen Lehrperson und Eltern erzielt wird, entscheidet die Schulpflege. Vor diesem Entscheid haben die Eltern die Möglichkeit, ihre Argumente bei der Schulpflege darzulegen (Rechtliches Gehör). Die Eltern können gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Bezirksschulrat Beschwerde erheben.

2.–5. Klasse

Erstes Semester (Zwischenbericht)

Nach dem ersten Schulhalbjahr erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Zwischenbericht mit Orientierungsnoten. Die Orientierungsnoten informieren über die Stärken und Schwächen im Leistungsprofil der Schülerin oder des Schülers. Zusätzlich zur Orientierungsnote werden die Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch (ab 3. Klasse) in Worten beurteilt. Die Selbst- und Sozialkompetenz beurteilen die Lehrpersonen ebenfalls in Worten. Der Zwischenbericht entscheidet nicht über den Wechsel in die nächsthöhere Klasse, sondern zeigt den Schülerinnen und Schülern auf, wo noch Möglichkeiten zur Entwicklung bestehen oder wo zusätzliche Förderung nötig ist, um die Lernziele am Ende des Schuljahres zu erreichen.

Zweites Semester (Jahreszeugnis)

Am Ende des Schuljahres erhalten die Schülerinnen und Schüler ein leistungsorientiertes Jahreszeugnis mit Noten. Das Zeugnis enthält eine Leistungsbeurteilung in Form von ganzen und halben Noten. 6 ist die höchste, 1 die tiefste Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen.

Benotet werden alle Kern- und Erweiterungsfächer. Grundlage für die Berechnung der Jahresnote sind die Leistungsbelege des ganzen Schuljahres. Alle Noten werden einfach gezählt. Der Notendurchschnitt im Jahreszeugnis entscheidet über den Wechsel in die nächste Klasse.

Kumulative Voraussetzungen für die Beförderung in die nächsthöhere Klasse bilden

  • ein ungerundeter Durchschnitt der Zeugnisnoten von mindestens 4 in den Kernfächern,
  • ein ungerundeter Durchschnitt der Zeugnisnoten von mindestens 4, der sich aus dem Durchschnitt der Kern- und demjenigen der Erweiterungsfächer errechnet.

Kernfächer sind Deutsch, Mathematik und Realien, Erweiterungsfächer sind Bewegung und Sport, Bildnerisches Gestalten, Musik, Textiles Werken, Werken, Englisch (ab der 3. Klasse).

Hat eine Schülerin oder ein Schüler den erforderlichen Notendurchschnitt nicht erreicht, so bespricht die Lehrperson die geeigneten Massnahmen mit der Schülerin oder dem Schüler und den Eltern.

Die Jahreszeugnisnote beruht auf einer Gesamtbeurteilung. Die Gesamtbeurteilung berücksichtigt schriftliche und mündliche Leistungsbelege aus dem Beurteilungsdossier des entsprechenden Schuljahrs und kann daneben auch weitere Aspekte wie etwa die Leistungsentwicklung einbeziehen. Die Lehrperson entscheidet jeweils, wie die einzelnen Beurteilungsbelege für die Ermittlung der Zeugnisnote gewichtet werden.

Im Laufe des zweiten Semesters der 5. Klasse erfolgt eine Orientierung der Eltern durch die verantwortliche Lehrperson. Sie informiert die Eltern über den Leistungsstand, die Lernfortschritte und allfällige Fördermöglichkeiten ihrer Kinder sowie die Tendenz, auf welchen Sekundarstufentyp die Leistungen am ehesten hindeuten. Die Information kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Bei einer schriftlichen Information können die Eltern ein Gespräch verlangen.

Beurteilung und Promotion bei individuellen Lernzielen

Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen schulischen Bedürnissen können individuelle Lernziele gesetzt oder beantragt werden. Der Weg geht in jedem Fall über die Schulleitung. Die Lernfortschritte in den entsprechenden Fächern werden im "Bericht individuelle Lernziele" zusammengefasst. Schülerinnen und Schüler, bei denen in mindestens einem Fach mit individuellen Lernzielen gearbeitet und somit keine Note gesetzt wird, werden aufgrund einer Gesamtbeurteilung und mit Blick auf das Erreichen der individuellen Lernziele befördert. In der Regel wird auf jeden Zeugnistermin hin überprüft, ob die Klassenlernziele wieder erreicht und die individuellen Lernziele aufgehoben werden können. 

Beurteilungsdossier

Die Lehrperson legt pro Schulhalbjahr mindestens so viele Belege im Beurteilungsdossier ab, wie im Lehrplan für das zu beurteilende Fach Wochenstunden festgelegt sind. Sind zum Beispiel 4 Wochenlektionen vorgegeben, müssen pro Schulhalbjahr mindestens 4 und am Ende des Schuljahres mindestens 8 Belege vorhanden sein. Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern haben das Recht, dass Beurteilungsdossier auf Anfrage einzusehen.

Repetition

Wird der erforderliche Notendurchschnitt nicht erreicht, so kann eine Repetition in Betracht gezogen werden, sofern sämtliche, anderen Massnahmen als nicht sinnvoll erachtet werden.

Die freiwillige Repetition der Klasse ist auf begründetes Gesuch hin ausnahmsweise zulässig bei 

  • unregelmässigem Bildungsgang,
  • längerer Krankheit während der Beurteilungsperiode,
  • Vorliegen weiterer wichtiger Gründe, die während der Beurteilungsperiode wegen einschneidender persönlicher Umstände beim betroffenen Kind die Entwicklung beeinträchtigt und zu einem Leistungseinbruch geführt haben.

Wer nach erfolgter Repetition die Promotionsvoraussetzungen erneut nicht erfüllt, wird einem schulischen Angebot für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen zugewiesen.

Überspringen

Die Schulpflege kann sehr leistungsfähigen Kindern auf Gesuch der Eltern das Überspringen der Klasse gestatten.

Laufbahnentscheid

Laufbahnentscheide sind Entscheide, die sich auf die schulische Laufbahn der Schülerinnen und Schüler auswirken (Promotions-, Übertrittsentscheide, besondere Massnahmen, Zuweisung in Sonderschule). Wenn bei Laufbahnentscheiden keine Einigung zwischen Lehrperson und Eltern erzielt wird, entscheidet die Schulpflege. Vor diesem Entscheid haben die Eltern die Möglichkeit, ihre Argumente bei der Schulpflege darzulegen (Rechtliches Gehör). Die Eltern können gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Bezirksschulrat Beschwerde erheben.

Zwischenbericht und Jahreszeugnis

Bezüglich Zwischenbericht und Jahreszeugnis gelten dieselben Bestimmungen wie für die 2. -5. Klassen.
Neu in dieser Klasse ist das Erweiterungsfach Französisch.

Übertritt von der Primarschule in die Sekundarstufe I

Im 1. Semester der 6. Klasse erfolgt eine Orientierung der Eltern durch die verantwortliche Lehrperson. Sie informiert die Eltern über den Leistungsstand, die Lernfortschritte und allfällige Fördermöglichkeiten ihrer Kinder sowie die Tendenz, auf welchen Sekundarstufentyp die Leistungen am ehesten hindeuten. Die Information kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Bei einer schriftlichen Information können die Eltern ein Gespräch verlangen.

Repetition und Übertrittsprüfungen

Nicht vorgesehen ist die Repetition der 6. Klasse und der Sekundarstufe I. Eine freiwillige Repetition ist in Ausnahmefällen möglich.
Die freiwillige Repetition der Klasse ist auf begründetes Gesuch hin ausnahmsweise zulässig bei 

  • unregelmässigem Bildungsgang,
  • längerer Krankheit während der Beurteilungsperiode,
  • Vorliegen weiterer wichtiger Gründe, die während der Beurteilungsperiode wegen einschneidender persönlicher Umstände beim betroffenen Kind die Entwicklung beeinträchtigt und zu einem Leistungseinbruch geführt haben.

Es finden keine Übertrittsprüfungen statt. Der Übertritt in die Sekundarstufe I und der Wechsel des Leistungstyps innerhalb der Sekundarstufe I erfolgt ausschliesslich über das Empfehlungsverfahren.

Für den Übertritt in die Bezirksschule empfohlen wird, wer    

  • aufgrund der Gesamtbeurteilung im Zwischenbericht der 6. Klasse in den Kernfächern gute bis sehr gute und in den Erweiterungsfächern überwiegend gute Leistungen aufweist,  
  • sich bezüglich Selbstständigkeit, Problemlösefähigkeit und Auffassungsgabe besonders auszeichnet,  
  • eine günstige Entwicklungsprognose für den Verbleib in der Bezirksschule erhält. 

Für den Übertritt in die Sekundarschule empfohlen wird, wer    

  • aufgrund der Gesamtbeurteilung im Zwischenbericht der 6. Klasse in den Kernfächern überwiegend gute und in den Erweiterungsfächern  überwiegend genügende bis gute Leistungen aufweist, 
  • sich bezüglich Selbstständigkeit, Problemlösefähigkeit und Auffassungsgabe auszeichnet,  
  • eine günstige Entwicklungsprognose für den Verbleib in der Sekundarschule erhält.   

Für den Übertritt in die Realschule wird empfohlen, wer aufgrund der Gesamtbeurteilung im Zwischenbericht der 6. Klasse in den Kern- und Erweiterungsfächern überwiegend genügende Leistungen aufweist. 

Kernfächer in der 6. Klasse sind Deutsch, Mathematik und Realien, Erweiterungsfächer sind Bewegung und Sport, Bildnerisches Gestalten, Musik, Textiles Werken, Werken, Englisch und Französisch.

Sekundarstufe I

Realschule

Erstes Semester (Zwischenbericht)

Nach dem ersten Schulhalbjahr erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Zwischenbericht mit Orientierungsnoten. Die Orientierungsnoten informieren über die Stärken und Schwächen im Leistungsprofil der Schülerin oder des Schülers. Zusätzlich zur Orientierungsnote werden die Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch in Worten beurteilt. Die Selbst- und Sozialkompetenz beurteilen die Lehrpersonen ebenfalls in Worten. Der Zwischenbericht entscheidet nicht über den Wechsel in die nächsthöhere Klasse, sondern zeigt den Schülerinnen und Schülern auf, wo noch Möglichkeiten zur Entwicklung bestehen oder wo zusätzliche Förderung nötig ist, um die Lernziele am Ende des Schuljahrs zu erreichen.
Am Ende des Schulhalbjahrs werden die unentschuldigten Absenzen in Halbtagen im Zwischenbericht eingetragen.

Zweites Semester (Jahreszeugnis)

Am Ende des Schuljahrs erhalten die Schülerinnen und Schüler ein leistungsorientiertes Jahreszeugnis mit Noten. Das Zeugnis enthält eine Leistungsbeurteilung in Form von ganzen und halben Noten. 6 ist die höchste, 1 die tiefste Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen.

Benotet werden alle Kern- und Erweiterungsfächer. Grundlage für die Berechnung der Jahresnote sind die Leistungsbelege des ganzen Schuljahrs. Alle Noten werden einfach gezählt.

Kumulative Voraussetzungen für die Beförderung in die nächsthöhere Klasse bilden

  • ein ungerundeter Durchschnitt der Zeugnisnoten von mindestens 4 in den Kernfächern,
  • ein ungerundeter Durchschnitt der Zeugnisnoten von mindestens 4, der sich aus dem Durchschnitt der Kern- und demjenigen der Erweiterungsfächer errechnet.

Kernfächer sind Deutsch, Mathematik und Realien. Englisch oder Französisch oder beide Fremdsprachen sind Wahlfächer. Wird eine Fremdsprache belegt, zählt dies zu den Kernfächern. Werden zwei Fremdsprachen belegt, zählt die Fremdsprache mit der besseren Jahresnote als Kernfach. Alle weiteren besuchten Fremdsprachen zählen als Erweiterungsfächer.
Erweiterungsfächer sind Geometrisch-technisches Zeichnen, Bewegung und Sport, Bildnerisches Gestalten, Musik, Hauswirtschaft (2. Klasse) sowie alle belegten Wahl- und Wahlpflichtfächer: weitere Fremdsprachen, Textiles Werken, Werken, Hauswirtschaft (3. Klasse).

Hat eine Schülerin oder ein Schüler den erforderlichen Notendurchschnitt nicht erreicht, so bespricht die Lehrperson die geeigneten Massnahmen mit der Schülerin oder dem Schüler und den Eltern.

Schülerinnen und Schüler mit ausserordentlich guten Leistungen in den Kernfächern können mit Empfehlung der verantwortlichen Lehrpersonen im Laufe des ersten Semesters ohne Repetition eines Schuljahrs in den nächsthöheren Leistungstyp wechseln. Grundlage für das Empfehlungsverfahren sind die erbrachten Leistungen des laufenden Schuljahrs, die im Beurteilungsdossier dokumentiert sind.

Wie bis anhin können Schülerinnen und Schüler am Ende des Schuljahrs über das Empfehlungsverfahren in einen höheren Leistungstyp wechseln.

Die Jahreszeugnisnote beruht auf einer Gesamtbeurteilung. Die Gesamtbeurteilung berücksichtigt schriftliche und mündliche Leistungsbelege aus dem Beurteilungsdossier des entsprechenden Schuljahrs und kann daneben auch weitere Aspekte wie etwa die Leistungsentwicklung einbeziehen. Die Lehrperson entscheidet jeweils, wie die einzelnen Beurteilungsbelege für die Ermittlung der Zeugnisnote gewichtet werden.

Am Ende des Schulhalbjahrs werden die unentschuldigten Absenzen in Halbtagen im Jahreszeugnis eingetragen.

Beurteilung und Promotion bei individuellen Lernzielen

Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen schulischen Bedürnissen können individuelle Lernziele gesetzt oder beantragt werden. Der Weg geht in jedem Fall über die Schulleitung. Die Lernfortschritte in den entsprechenden Fächern werden im "Bericht individuelle Lernziele" zusammengefasst. Schülerinnen und Schüler, bei denen in mindestens einem Fach mit individuellen Lernzielen gearbeitet und somit keine Note gesetzt wird, werden aufgrund einer Gesamtbeurteilung und mit Blick auf das Erreichen der individuellen Lernziele befördert. In der Regel wird auf jeden Zeugnistermin hin überprüft, ob die Klassenlernziele wieder erreicht und die individuellen Lernziele aufgehoben werden können. 

Beurteilungsdossier

Die Lehrperson legt pro Schulhalbjahr mindestens so viele Belege im Beurteilungsdossier ab, wie im Lehrplan für das zu beurteilende Fach Wochenstunden festgelegt sind. Sind zum Beispiel 4 Wochenlektionen vorgegeben, müssen pro Schulhalbjahr mindestens 4 und am Ende des Schuljahres mindestens 8 Belege vorhanden sein. Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern haben das Recht, dass Beurteilungsdossier auf Anfrage einzusehen.

Freiwillige Repetition

Die freiwillige Repetition der Klasse ist auf begründetes Gesuch hin ausnahmsweise zulässig bei 

  • unregelmässigem Bildungsgang,
  • längerer Krankheit während der Beurteilungsperiode,
  • Vorliegen weiterer wichtiger Gründe, die während der Beurteilungsperiode wegen einschneidender persönlicher Umstände beim betroffenen Kind die Entwicklung beeinträchtigt und zu einem Leistungseinbruch geführt haben.

Laufbahnentscheid

Laufbahnentscheide sind Entscheide, die sich auf die schulische Laufbahn der Schülerinnen und Schüler auswirken (Promotions-, Übertrittsentscheide, besondere Massnahmen, Zuweisung in Sonderschule). Wenn bei Laufbahnentscheiden keine Einigung zwischen Lehrperson und Eltern erzielt wird, entscheidet die Schulpflege. Vor diesem Entscheid haben die Eltern die Möglichkeit, ihre Argumente bei der Schulpflege darzulegen (Rechtliches Gehör). Die Eltern können gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Bezirksschulrat Beschwerde erheben.

Übertritt an die Sekundarschule

a) Empfehlung
Für den Übertritt in die Sekundarschule empfohlen wird, wer

  • aufgrund der Gesamtbeurteilung im Zwischenbericht der 1., 2. beziehungsweise 3. Klasse in den Kernfächern überwiegend gute und sehr gute Leistungen aufweist,
  • sich bezüglich Selbstständigkeit, Problemlösefähigkeit und Auffassungsgabe besonders auszeichnet,
  • eine günstige Entwicklungsprognose für den Verbleib in der Sekundarschule erhält.

Die Schullaufbahn wird in derjenigen Klasse fortgesetzt, die der absolvierten Klasse der Realschule entspricht. Die Schulpflege kann den unmittelbaren Übertritt in die nächsthöhere Klasse gestatten, wenn das Beurteilungsdossier eine ausserordentliche Leistungsentwicklung der Schülerin beziehungsweise des Schülers ausweist.

b) Verfahren
Auf Gesuch der Eltern oder auf Vorschlag der abgebenden verantwortlichen Lehrperson findet spätestens im Januar ein Übertrittsgespräch zwischen dieser, den Eltern sowie der Schülerin bzw. dem Schüler statt. Kommt keine Einigung über die Zuweisung zustande, entscheidet die Schulpflege über den Übertritt.

Sekundarschule

Erstes Semester (Zwischenbericht)

Nach dem ersten Schulhalbjahr erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Zwischenbericht mit Orientierungsnoten. Die Orientierungsnoten informieren über die Stärken und Schwächen im Leistungsprofil der Schülerin oder des Schülers. Zusätzlich zur Orientierungsnote werden die Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch in Worten beurteilt. Die Selbst- und Sozialkompetenz beurteilen die Lehrpersonen ebenfalls in Worten. Der Zwischenbericht entscheidet nicht über den Wechsel in die nächsthöhere Klasse, sondern zeigt den Schülerinnen und Schülern auf, wo noch Möglichkeiten zur Entwicklung bestehen oder wo zusätzliche Förderung nötig ist, um die Lernziele am Ende des Schuljahres zu erreichen.
Am Ende des Schulhalbjahrs werden die unentschuldigten Absenzen in Halbtagen im Zwischenbericht eingetragen.

Zweites Semester (Jahreszeugnis)

Am Ende des Schuljahrs erhalten die Schülerinnen und Schüler ein leistungsorientiertes Jahreszeugnis mit Noten. Das Zeugnis enthält eine Leistungsbeurteilung in Form von ganzen und halben Noten. 6 ist die höchste, 1 die tiefste Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen.

Benotet werden alle Kern- und Erweiterungsfächer. Grundlage für die Berechnung der Jahresnote sind die Leistungsbelege des ganzen Schuljahres. Alle Noten werden einfach gezählt. Der Notendurchschnitt im Jahreszeugnis entscheidet über den Wechsel in die nächste Klasse.

Kumulative Voraussetzungen für die Beförderung in die nächsthöhere Klasse bilden

  • ein ungerundeter Durchschnitt der Zeugnisnoten von mindestens 4 in den Kernfächern,
  • ein ungerundeter Durchschnitt der Zeugnisnoten von mindestens 4, der sich aus dem Durchschnitt der Kern- und demjenigen der Erweiterungsfächer errechnet.

Kernfächer sind Deutsch, Mathematik, Geschichte/Geografie, Biologie/Physik/Chemie, Englisch und Französisch (1. Klasse), Englisch und/oder Französisch ab 2. Klasse.
Erweiterungsfächer sind Bewegung und Sport, Bildnerisches Gestalten, Musik, Hauswirtschaft (2. Klasse) sowie alle belegten Wahl- und Wahlpflichtfächer: Textiles Werken, Werken, Italienisch und Geometrisch-technisches Zeichnen (ab 2. Klasse), Hauswirtschaft (ab 2. Klasse).

Wer am Ende der 1. bzw. 2. Klasse die Promotionsvoraussetzungen nicht erfüllt, wird der 2. bzw. der 3. Realschulklasse zugewiesen.

Schülerinnen und Schüler mit ausserordentlich guten Leistungen in den Kernfächern können mit Empfehlung der verantwortlichen Lehrpersonen im Laufe des ersten Semesters ohne Repetition eines Schuljahrs in den nächsthöheren Leistungstyp wechseln. Grundlage für das Empfehlungsverfahren sind die erbrachten Leistungen des laufenden Schuljahrs, die im Beurteilungsdossier dokumentiert sind.

Wie bis anhin können Schülerinnen und Schüler am Ende des Schuljahrs über das Empfehlungsverfahren in einen höheren Leistungstyp wechseln.

Die Jahreszeugnisnote beruht auf einer Gesamtbeurteilung. Die Gesamtbeurteilung berücksichtigt schriftliche und mündliche Leistungsbelege aus dem Beurteilungsdossier des entsprechenden Schuljahrs und kann daneben auch weitere Aspekte wie etwa die Leistungsentwicklung einbeziehen. Die Lehrperson entscheidet jeweils, wie die einzelnen Beurteilungsbelege für die Ermittlung der Zeugnisnote gewichtet werden.

Am Ende des Schulhalbjahrs werden die unentschuldigten Absenzen in Halbtagen im Jahreszeugnis eingetragen.

Beurteilung und Promotion bei individuellen Lernzielen

Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen schulischen Bedürnissen können individuelle Lernziele gesetzt oder beantragt werden. Der Weg geht in jedem Fall über die Schulleitung. Die Lernfortschritte in den entsprechenden Fächern werden im "Bericht individuelle Lernziele" zusammengefasst. Schülerinnen und Schüler, bei denen in mindestens einem Fach mit individuellen Lernzielen gearbeitet und somit keine Note gesetzt wird, werden aufgrund einer Gesamtbeurteilung und mit Blick auf das Erreichen der individuellen Lernziele befördert. In der Regel wird auf jeden Zeugnistermin hin überprüft, ob die Klassenlernziele wieder erreicht und die individuellen Lernziele aufgehoben werden können. 

Beurteilungsdossier

Die Lehrperson legt pro Schulhalbjahr mindestens so viele Belege im Beurteilungsdossier ab, wie im Lehrplan für das zu beurteilende Fach Wochenstunden festgelegt sind. Sind zum Beispiel 4 Wochenlektionen vorgegeben, müssen pro Schulhalbjahr mindestens 4 und am Ende des Schuljahres mindestens 8 Belege vorhanden sein. Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern haben das Recht, dass Beurteilungsdossier auf Anfrage einzusehen.

Repetition

Eine Repetition ist nicht vorgesehen. Die freiwillige Repetition der Klasse ist auf begründetes Gesuch hin ausnahmsweise zulässig bei 

  • unregelmässigem Bildungsgang,
  • längerer Krankheit während der Beurteilungsperiode,
  • Vorliegen weiterer wichtiger Gründe, die während der Beurteilungsperiode wegen einschneidender persönlicher Umstände beim betroffenen Kind die Entwicklung beeinträchtigt und zu einem Leistungseinbruch geführt haben.

Laufbahnentscheid

Laufbahnentscheide sind Entscheide, die sich auf die schulische Laufbahn der Schülerinnen und Schüler auswirken (Promotions-, Übertrittsentscheide, besondere Massnahmen, Zuweisung in Sonderschule). Wenn bei Laufbahnentscheiden keine Einigung zwischen Lehrperson und Eltern erzielt wird, entscheidet die Schulpflege. Vor diesem Entscheid haben die Eltern die Möglichkeit, ihre Argumente bei der Schulpflege darzulegen (Rechtliches Gehör). Die Eltern können gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Bezirksschulrat Beschwerde erheben.

Übertritt an die Bezirksschule
a) Empfehlung
Für den Übertritt in die Bezirksschule empfohlen wird, wer

  • aufgrund der Gesamtbeurteilung im Zwischenbericht der 1., 2. beziehungsweise 3. Klasse in den Kernfächern durchgehend gute und sehr gute Leistungen oder aufgrund der Gesamtbeurteilung im Laufe des 1. Semesters der 1. Klasse ausserordentlich gute Leistungen in den Kernfächern aufweist,
  • sich bezüglich Selbstständigkeit, Problemlösefähigkeit und Auffassungsgabe besonders auszeichnet,
  • eine günstige Entwicklungsprognose für den Verbleib in der Bezirksschule erhält.

Die Schullaufbahn wird in derjenigen Klasse fortgesetzt, die der absolvierten Klasse der Sekundarschule entspricht. Die Schulpflege prüft den unmittelbaren Übertritt in die nächsthöhere Klasse und entscheidet darüber, wenn das Beurteilungsdossier eine ausserordentliche Leistungsentwicklung der Schülerin beziehungsweise des Schülers ausweist.

b) Verfahren
Auf Gesuch der Eltern oder auf Vorschlag der abgebenden, verantwortlichen Lehrperson findet spätestens im Zeitraum Februar bis April ein Übertrittsgespräch zwischen diese, den Eltern sowie der Schülerin beziehungsweise dem Schüler statt.
Kommt keine Einigung über die Zuweisung zustande, entscheidet die Schulpflege über den Übertritt. 

Bezirksschule

Erstes Semester (Zwischenbericht)

Nach dem ersten Schulhalbjahr erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Zwischenbericht mit Orientierungsnoten. Die Orientierungsnoten informieren über die Stärken und Schwächen im Leistungsprofil der Schülerin oder des Schülers. Zusätzlich zur Orientierungsnote werden die Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch in Worten beurteilt. Die Selbst- und Sozialkompetenz beurteilen die Lehrpersonen ebenfalls in Worten. Der Zwischenbericht entscheidet nicht über den Wechsel in die nächsthöhere Klasse, sondern zeigt den Schülerinnen und Schülern auf, wo noch Möglichkeiten zur Entwicklung bestehen oder wo zusätzliche Förderung nötig ist, um die Lernziele am Ende des Schuljahres zu erreichen.
Am Ende des Schulhalbjahrs werden die unentschuldigten Absenzen in Halbtagen im Zwischenbericht eingetragen.

Zweites Semester (Jahreszeugnis)

Am Ende des Schuljahrs erhalten die Schülerinnen und Schüler ein leistungsorientiertes Jahreszeugnis mit Noten. Das Zeugnis enthält eine Leistungsbeurteilung in Form von ganzen und halben Noten. 6 ist die höchste, 1 die tiefste Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen.

Benotet werden alle Kern- und Erweiterungsfächer. Grundlage für die Berechnung der Jahresnote sind die Leistungsbelege des ganzen Schuljahres. Alle Noten werden einfach gezählt. Der Notendurchschnitt im Jahreszeugnis entscheidet über den Wechsel in die nächste Klasse.

Kumulative Voraussetzungen für die Beförderung in die nächsthöhere Klasse bilden

  • ein ungerundeter Durchschnitt der Zeugnisnoten von mindestens 4 in den Kernfächern,
  • ein ungerundeter Durchschnitt der Zeugnisnoten von mindestens 4, der sich aus dem Durchschnitt der Kern- und demjenigen der Erweiterungsfächer errechnet.

Kernfächer sind Deutsch, Mathematik, Geschichte, Biologie (1. und 3. Klasse), Französisch, Englisch, Latein (Wahlfach), Geografie (1. und 2. Klasse), Physik (2. Klasse), Chemie (3. Klasse).
Erweiterungsfächer sind Bewegung und Sport, Bildnerisches Gestalten, Musik, Hauswirtschaft (1. Klasse) sowie alle belegten, promotionswirksamen Wahlfächer: Textiles Werken, Werken, Italienisch (2. und 3. Klasse), Geometrisch-technisches Zeichnen und Hauswirtschaft (2. Klasse). Alle weiteren belegten Wahlfächer sind nicht promotionswirksam.

Wer am Ende der 1. bzw. 2. Klasse die Promotionsvoraussetzungen nicht erfüllt, wird der 2. bzw. der 3. Sekundarschulklasse zugewiesen.

Die Jahreszeugnisnote beruht auf einer Gesamtbeurteilung. Die Gesamtbeurteilung berücksichtigt schriftliche und mündliche Leistungsbelege aus dem Beurteilungsdossier des entsprechenden Schuljahrs und kann daneben auch weitere Aspekte wie etwa die Leistungsentwicklung einbeziehen. Die Lehrperson entscheidet jeweils, wie die einzelnen Beurteilungsbelege für die Ermittlung der Zeugnisnote gewichtet werden.

Am Ende des Schulhalbjahrs werden die unentschuldigten Absenzen in Halbtagen im Jahreszeugnis eingetragen.

Beurteilung und Promotion bei individuellen Lernzielen

Für Schülerinnen und Schüler mit besonderen schulischen Bedürnissen können individuelle Lernziele gesetzt oder beantragt werden. Der Weg geht in jedem Fall über die Schulleitung. Die Lernfortschritte in den entsprechenden Fächern werden im "Bericht individuelle Lernziele" zusammengefasst. Schülerinnen und Schüler, bei denen in mindestens einem Fach mit individuellen Lernzielen gearbeitet und somit keine Note gesetzt wird, werden aufgrund einer Gesamtbeurteilung und mit Blick auf das Erreichen der individuellen Lernziele befördert. In der Regel wird auf jeden Zeugnistermin hin überprüft, ob die Klassenlernziele wieder erreicht und die individuellen Lernziele aufgehoben werden können. 

Beurteilungsdossier

Die Lehrperson legt pro Schulhalbjahr mindestens so viele Belege im Beurteilungsdossier ab, wie im Lehrplan für das zu beurteilende Fach Wochenstunden festgelegt sind. Sind zum Beispiel 4 Wochenlektionen vorgegeben, müssen pro Schulhalbjahr mindestens 4 und am Ende des Schuljahres mindestens 8 Belege vorhanden sein. Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern haben das Recht, dass Beurteilungsdossier auf Anfrage einzusehen.

Repetition

Eine Repetition ist nicht vorgesehen. Die freiwillige Repetition der Klasse ist auf begründetes Gesuch hin ausnahmsweise zulässig bei 

  • unregelmässigem Bildungsgang,
  • längerer Krankheit während der Beurteilungsperiode,
  • Vorliegen weiterer wichtiger Gründe, die während der Beurteilungsperiode wegen einschneidender persönlicher Umstände beim betroffenen Kind die Entwicklung beeinträchtigt und zu einem Leistungseinbruch geführt haben.

Laufbahnentscheid

Laufbahnentscheide sind Entscheide, die sich auf die schulische Laufbahn der Schülerinnen und Schüler auswirken (Promotions-, Übertrittsentscheide, besondere Massnahmen, Zuweisung in Sonderschule). Wenn bei Laufbahnentscheiden keine Einigung zwischen Lehrperson und Eltern erzielt wird, entscheidet die Schulpflege. Vor diesem Entscheid haben die Eltern die Möglichkeit, ihre Argumente bei der Schulpflege darzulegen (Rechtliches Gehör). Die Eltern können gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Bezirksschulrat Beschwerde erheben. 

Aufnahme in die Mittelschulen (Kantonsschule (=Gymnasium), WMS, IMS, FMS) und in die Berufsmittelschulen mit Berufsmaturität (BMS) ab Schuljahr 2016/17

1. Prüfungsfreie Aufnahme für Schülerinnen und Schüler der Bezirks- und Sekundarschule

Schülerinnen und Schüler der Bezirks- und Sekundarschule werden auf der Grundlage ihrer Noten im Zwischenbericht bzw. Jahreszeugnis in die Wirtschafts-, Informatik- und Fachmittelschule (WMS, IMS, FMS) und in die Berufsmittelschule mit Berufsmaturität (BMS) aufgenommen.

Schülerinnen und Schüler der Bezirksschule haben zusätzlich die Möglichkeit, sich mittels ihrer Noten im Zwischenbericht bzw. Jahreszeugnis für das Gymnasium zu qualifizieren.

Die Fächer, die für die Aufnahme zählen, sind für die Bezirksschülerinnen und -schüler dieselben wie für die Sekundarschülerinnen und -schüler.

2. Provisorische und definitive Aufnahme

Erfüllen die Schülerinnen und Schüler die Anforderungen (siehe 3. und 4.) am Ende des ersten Semesters der Abschlussklasse (Zwischenbericht), werden sie provisorisch in das Gymnasium, in die WMS, IMS und FMS aufgenommen. Dies bedeutet, dass sie im anschliessenden Mittelschultyp eine Probezeit von einem Semester bestehen müssen.

Erfüllen die Schülerinnen und Schüler die Anforderungen am Ende des zweiten Semesters der Abschlussklasse (Jahreszeugnis), werden sie definitiv in das Gymnasium, in die WMS, IMS und FMS aufgenommen.

Die Aufnahme in die BMS ist in beiden Fällen, also bei Erfüllung der Anforderungen am Ende des ersten wie auch am Ende des zweiten Semesters definitiv.

3. Anforderungen für Bezirksschülerinnen und -schüler für die Aufnahme in das Gymnasium, in die WMS, IMS, FMS und BMS

Für eine prüfungsfreie Aufnahme in das Gymnasium müssen Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse der Bezirksschule folgende Anforderungen erfüllen;

  • Im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss in den Fächern Mathematik und Deutsch mindestens die Note 4,0 erreicht werden.
  • Der Notendurchschnitt im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss mindestens 4,7 betragen. Die Noten im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis in Mathematik und Deutsch zählen für die Berechnung dieses Durchschnitts doppelt.

Für eine prüfungsfreie Aufnahme in die WMS, IMS, FMS und BMS müssen Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse der Bezirksschule folgende Anforderungen erfüllen:

  • Im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss in den Fächern Mathematik und Deutsch mindestens die Note 4,0 erreicht werden.
  • Der Notendurchschnitt im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss mindestens 4,4 betragen. Die Noten in Mathematik und Deutsch zählen für die Berechnung dieses Durchschnitts doppelt.

Berechnung des Notendurchschnitts

Der Notendurchschnitt wird aus folgenden Noten berechnet:

a) Noten im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnisse der Abschlussklasse in den Fächern Mathematik (zählt doppelt), Deutsch (zählt doppelt), Französisch, Englisch, Geschichte, Biologie, Chemie

b) Aus den drei Fächern Bildnerisches Gestalten / Musik / Bewegung und Sport: Es zählen die zwei besseren Noten im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnisse der Abschlussklasse.

c) Noten im Jahreszeugnis der zweitletzten Klasse in den Fächern Geografie und Physik

4. Anforderungen für Sekundarschülerinnen und -schüler für die Aufnahme in die WMS, IMS, FMS und BMS

Für eine prüfungsfreie Aufnahme in die WMS, IMS, FMS und BMS müssen Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse der Sekundarschule folgende Anforderungen erfüllen:

  • Im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss in den Fächern Mathematik und Deutsch mindestens die Note 4,0 erreicht werden.
  • Der Notendurchschnitt im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis muss mindestens 5,3 betragen. Die Noten in Mathematik und Deutsch zählen für die Berechnung dieses Durchschnitts doppelt.

Berechnung des Notendurchschnitts

Der Notendurchschnitt wird aus folgenden Noten berechnet:

a) Noten im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis der Abschlussklasse in den Fächern Mathematik (zählt doppelt), Deutsch (zählt doppelt), Französisch, Englisch, Geschichte, Geografie, Biologie, Physik, Chemie

b) Aus den drei Fächern Bildnerisches Gestalten / Musik / Bewegung und Sport: Es zählen die zwei besseren Noten im Zwischenbericht bzw. im Jahreszeugnis der Abschlussklasse.

c) Je nach schulinterner Organisation: Werden die Fächer Geschichte, Geografie, Biologie, Physik oder Chemie im Abschlussjahr nicht unterrichtet, zählt die entsprechende Note im Jahreszeugnis der zweitletzten Klasse.

5. Beschwerdeweg

Bei dem übertrittsrelevanten Notendurchschnitt handelt es sich um einen Laufbahnentscheid, der von der abgebenden Bezirks- bzw. Sekundarschule gefällt wird. Der Beschwerdeweg ist deshalb derselbe wie bei den übrigen Laufbahnentscheiden innerhalb der Volksschule: Kommt zwischen den Eltern und der Lehrperson keine Einigung zustande, hat die zuständige Schulpflege nach Gewährung des rechtlichen Gehörs einen formellen, beschwerdefähigen Laufbahnentscheid zu fällen.

6. Aufnahme mittels Aufnahmeprüfung

Die Aufnahmeprüfung steht Schülerinnen und Schülern offen, die sich nicht über das prüfungsfreie Verfahren qualifizieren konnten. Ebenfalls zur Aufnahmeprüfung zugelassen sind Schülerinnen und Schüler, die aus einer Privatschule kommen oder neu in den Kanton Aargau ziehen und über eine Vorbildung verfügen, wie sie von der entsprechenden Stufe anderer gleichwertiger Schulen vermittelt wird.

Die Aufnahmeprüfung an das Gymnasium, an die WMS, IMS und FMS kann erst im Folgejahr des Abschlusses der Sekundar- oder Bezirksschule absolviert werden. Die Aufnahmeprüfung an die BMS kann im Abschlussjahr abgelegt werden. Bei allen Aufnahmeprüfungen werden jeweils die Fächer Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik schriftlich geprüft.

Die Aufnahmeprüfung an das Gymnasium richtet sich an Bezirksschülerinnen und -schüler. Sekundarschülerinnen und -schüler können die Aufnahmeprüfung an das Gymnasium nur dann absolvieren, wenn sie einen Abschluss (letzte Klasse der Oberstufe) vorweisen können, der dem Bezirksschulabschluss gleichgestellt ist.

Besondere schulische Bedürfnisse

Kinder und Jugendliche mit Aufenthalt im Kanton Aargau haben das Recht, diejenigen öffentlichen Schulen zu besuchen, die ihren Fähigkeiten entsprechen und deren Anforderungen sie erfüllen. Für besondere schulische Bedürfnisse stehen geeignete Förderangebote und pädagogisch-therapeutische Massnahmen zur Verfügung. Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung werden entweder integrativ in einer Regelschule gefördert oder in einer Sonderschule.

  • Die Schulpflege entscheidet, ob Kinder und Jugendliche mit Lernschwierigkeiten mit heilpädagogischer Unterstützung in Regelklassen speziell gefördert werden (heilpädagogische Fördermassnahmen: Heilpädagogik in der Regelklasse, Deutsch als Zweitsprache, Logopädie und Legasthenie-Therapie, Psychomotorik-Therapie).
  • Das Departement BKS, Abt. Volksschule, entscheidet, ob Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung oder einer erheblichen sozialen Beeinträchtigung in Regelklassen speziell gefördert werden (verstärkte Massnahmen). Antrag für verstärkte Massnahmen stellt die Schulpflege. Sie stützt ihren Antrag auf einen Fachbericht des Schulpsychologischen Dienstes SPD. Darin ist neben den Aussagen zur Diagnose und den wesentlichen Bildungs- und Entwicklungszielen auch eine Einschätzung zur Höhe des Unterstützungsbedarfs enthalten.
  • Die Schulpflege entscheidet, ob Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung oder einer erheblichen sozialen Beeinträchtigung in einer Sonderschule gefördert werden.
  • Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen können in der Regelklasse mit geeigneter Unterstützung (Begabungs- und Begabtenförderung) gefördert werden. 

Fördermassnahmen

Die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen schulischen Bedürfnissen wird in der Regel darauf ausgerichtet, dass sie die Lernziele des Lehrplans erreichen. Diese Förderung liegt in der Kompetenz und der Verantwortung der Lehrpersonen. Heilpädagogische Unterstützung ist angezeigt, wenn sich Schwierigkeiten oder besondere Herausforderungen ergeben, wie z.B.

  • bei schlechten oder ungenügenden Schulleistungen oder unangemessenen Leistungen, die nicht dem Potenzial und den Erwartungen entsprechen (Minderleistende),
  • bei Problemen im Verhalten oder der Interaktion,
  • bei Auffälligkeiten im Bereich der Emotionalität, Motorik, Kognition, Sprache und Kommunikation sowie der Wahrnehmung (Basisfunktionen des Lernens).

Lehrpersonen und schulische Heilpädagoginnen bzw. -pädagogen ergründen den besonderen Bedarf der Kinder und Jugendlichen mit Mitteln der pädagogischen Diagnostik. Sie planen die Förderung, setzen sie um und beurteilen die Entwicklung. Zeigt sich, dass ein Kind die Lernziele des Lehrplans nicht erreichen wird, werden individuelle Lernziele vereinbart.

Leitgedanken für die Förderung im Kindergarten

  • Basisfunktionen des Lernens stärken (Emotionalität, Motorik, Wahrnehmung, Kognition, Sprache)
  • Gemeinschaftsfähigkeit fördern
  • Voraussetzungen für das schulische Lernen schaffen

Leitgedanken für die Förderung in der Primarschule

  • Basiskompetenzen aufbauen
  • Förderung der individuellen Fähigkeiten
  • Beratung der Lehrpersonen durch die schulische Heilpädagogin bzw. den schulischen Heilpädagogen

Leitgedanken für die Förderung in der Sekundarstufe I

  • Realistische Ziele für den Übertritt in die Berufsbildung oder eine weiterführende Schule erarbeiten
  • Ausrichtung der Förderplanung auf die dafür erforderlichen Schlüsselkompetenzen
  • Gezieltes, individuelles Aufarbeiten relevanter Kompetenzen

Verstärkte Massnahmen

Verstärkte Massnahmen (VM) stehen Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung oder einer erheblichen sozialen Beeinträchtigung zu, entweder als Angebot einer Sonderschule oder als individuelle Unterstützung in Form von VM-Lektionen oder behinderungsspezifischer Beratung und Begleitung (B&B).

Die VM-Lektionen und B&B ermöglichen die integrative Schulung von Kindern und Jugendlichen mit einer Behinderung oder einer erheblichen sozialen Beeinträchtigung in der Regelschule. Ziel der Massnahmen ist, dass diese Kinder und Jugendlichen aus dem Unterricht einen sinnvollen Nutzen für ihre weitere Entwicklung ziehen sowie am gemeinschaftlichen Leben der Schule teilhaben können.

Beurteilung im Jahreszeugnis und Promotionsentscheid

Das Jahreszeugnis ist eine Leistungsbeurteilung in Form von Noten bzw. für Fächer mit individuellen Lernzielen in Form eines Lernberichts. Die Beurteilung des Lernerfolgs im Jahreszeugnis erfolgt durch die Lehrpersonen des Klassenteams. Grundlage bildet das Beurteilungsdossier mit den Beurteilungsbelegen gemäss § 5 Verordnung über die Laufbahnentscheide. Das Jahreszeugnis enthält einen Promotionsentscheid.

Schülerinnen und Schüler, bei denen in mindestens einem Fach individuelle Lernziele vereinbart sind und somit keine Note gesetzt wird, werden aufgrund einer Gesamtbeurteilung und mit Blick auf das Erreichen der individuellen Lernziele befördert.

Rückversetzungen sollen nur verfügt werden, wenn mit dieser Massnahme in Bezug auf die Entwicklung des Kinds positive Ergebnisse in Aussicht stehen. Es muss zudem klar sein, welche Ziele mit einer Repetition erreicht werden sollen. Freiwillige Repetitionen sind gemäss § 6 Verordnung über die Laufbahnentscheide nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.